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    gedaechtnis01Die Honigbiene produziert bei weitem nicht nur Honig. Vielmehr leistet sie durch die Bestäubung von Kultur- und Wildpflanzen einen großen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt. Sie sichert die Ernten der meisten Kulturpflanzen. Sie liefert Propolis und Wachs. Die Medizin nimmt Ihre Pollensammlung und benutzt das Bienengift und und und.

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  • Klimaretter Schülerinnen und Schüler des Droste-Hülshoff-Gymnasiums haben sich diesen Titel auf ihre Fahne geschrieben. Für eine Workshop-Veranstaltung am 15. Juni 2018 wurden die unterschiedlichsten Verbände angeschrieben und um eine Beteiligung gebeten. Auch der Imkerverein Berlin-Zehlendorf und Umgebung e.V. stand auf dieser Wunschliste. Selten sagen wir Imker nein, wenn es um Öffentlichkeitsarbeit und die Aufmerksamkeit für das ...
  • 20. Mai ist Weltbienentag ! Noch zum Weihnachtsfest 2017 haben die Vereinten Nationen (UN) den 20. Mai zum Weltbienentag erklärt, weil die Bienen für die Ernährung der Weltbevölkerung wichtig sind. Vor allem aber soll das Bewusstsein der Menschen dieser Welt dahingehend geweckt werden, da viele Probleme um die Honigbiene, die wilden Artgenossen und die vielen anderen Insekten verschlafen werden. Was machen ...
  • Peter Biastock Es gibt Menschen, die sollten ewig leben. Ihre Zuverlässigkeit, ihre Fürsorge für andere Menschen, ihre Hilfsbereitschaft, ihre Freundlichkeit und ihre Herzlichkeit im Einklang des Miteinanders sind ohnegleichen. Peter war so einer von ihnen. Doch er sollte nur siebenundsiebzig Jahre alt werden. Wenige Tage vor dem Osterfest 2018 verstarb völlig unerwartet, viel zu früh Peter Biastock Wer ihn kannte, wer mit ihm zu tun ...
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  • Macht uns Bayer sprachlos, machtlos oder schlaflos? Sollen Pestizide in Europa zugelassen werden oder nicht? Welche sollen zugelassen werden? Die EFSA (wissenschaftliche Kommission der EU) hat bereits 3 Bienen-schädliche Neonikotinoide erkannt und den Einsatz aufgrund der hohen Toxizität als schädlich bezeichnet sowie empfohlen, den Einsatz zu verbieten. In der 12. Woche 2018 sollten die EU-Gremien über das weitere Verbot entscheiden. Zudem waren Sitzungen ...
  • Bienendichte Welcher Politiker kennt dieses Wort? Imker unterscheiden sich von anderen Menschen durch ihre Ausdauer, in der Regel durch Zuverlässigkeit, vor allem aber durch die unerschöpfliche Neugierde. Und wenn der Deutsche Imkerbund e.V. (D.I.B.) – diesmal etwas früher als sonst, nämlich schon zur Internationalen Grünen Woche 2018 in Berlin – auf seiner immer prägnanten gelben Deutschlandkarte die Imkerzahlen ...
  • Kontrolle der Giftschränke Niemals sollten die Fragen beantwortet werden, ob das Sterben der Insekten mit den landwirtschaftlich verabreichten Cocktails aus den Giftküchen der Chemieriesen im Zusammenhang zu sehen ist, oder ob diese Zugaben gar für den Menschlichen Organismus eine Gefahr darstellen. Das wollten die Konzerne doch immer vermeiden, mit dem „na ja, denn macht mal so weiter“ der ...
  • Zufällig Heilmittel gegen Bienenfeind Varroa-Milbe entdeckt Lithiumchlorid verfüttert Quelle: www.forschung-und-wissen.de//nachrichten/umwelt/zufaellig-heilmittel-gegen-bienenfeind-varroa-milbe-entdeckt-13372512 Von: Dennis L. 10. Februar 2018 » 10:50 Uhr Stuttgart (Deutschland). Forschern der Universität Hohenheim könnte durch Zufall ein langerwarteter Durchbruch im Kampf gegen das Bienensterben gelungen sein. Die deutschen Forscher haben entdeckt, dass Lithiumchlorid möglicherweise ein Heilmittel sein kann, das ganze Bienenvölker vor der gefährlichen Varroa-Milbe schützen kann. Laut den Wissenschaftler kann Lithiumchlorid während ...

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Imkerpraxis

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  • Immer noch nicht wahrgenommene Erkenntnisse Dr. Werner Kratz von der FU Berlin fasst hier zusammen, welche neuen Erkenntnisse hinsichtlich des Einflusses von Neonikotinoiden auf das ...
  • Bienen- und Imkerwinter 2017/2018 Auf unserer letzten Versammlung haben wir uns ausgetauscht über die anstehenden Handgriffe, die der Imker zum Wohlergehen der ihm anvertrauten ...
  • Kataster, AFB-Sperrbezirke Die AFB-Sperrbezirke mit entsprechendem Kataster findet man unter ApisNETZ.de

Literatur

Probeimker

  • Imkerkurse 2018 Das Institut für Veterinär-Biochemie am Fachbereich Veterinärmedizin der Freien Universität Berlin bietet zusammen mit dem Imkerverein Berlin-Zehlendorf und Umgebung e.V. ...
  • Imker auf Probe April 2012 Seit nunmehr fünf Jahren bietet der Imkerverein Zehlendorf und Umgebung e.V. das „Probeimkern“ an. Wer Interesse hat an der ...
  • Modernes Hobby: Imkern Imkern als Hobby? Das sagt man so. Doch wer es ernst meint mit der Pflege der ihm anvertrauten Tiere, der ...

Verein

Interessantes anderswo

Allgemeines

  • Klimaretter Schülerinnen und Schüler des Droste-Hülshoff-Gymnasiums haben sich diesen Titel auf ihre Fahne geschrieben. Für eine Workshop-Veranstaltung am 15. Juni 2018 ...
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Zur Internationalen Grünen Woche in Berlin

Liebe Freunde der Imkerei in der Öffentlichkeit auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin der letzten Jahre,

die Wegbegleiterin und Hüterin über die angemessene Ordnung für das BMEL in der Halle 23, Frau Gabriele Heimbach, hat die Grenze zu den Altersbezügen erreicht. Wenn ich es recht deute, hat sie dabei 12 (zwölf) Ministerinnen und Minister der Landwirtschaft zufriedenstellen müssen und dann auch noch uns und dann auch noch mich. Welch` eine Akrobatik über die vielen Jahre. Das aber, meine lieben Freunde, hätte ich nicht ohne dies unnachahmliche Team geschafft. Dafür möchte ich danken. Nun kommen neue Gesichter, möglicherweise auch einige bekannte, die den Bogen des Miteinander neu spannen werden. Hoffen wir einmal, dass die Füße der neuen Mannschaft in die riesengroßen Fußstapfen der Gabriele Heimbach passen. Und hoffen wir auch auf die gleiche Belastungsfähigkeit.

Den Dankesbrief der immer hoch geschätzten Frau Heimbach aber möchte ich allen zeigen, vor allem aber denen, die unseren Imkerverein Berlin-Zehlendorf und Umgebung e.V. in so hervorragender Weise auf der Messe unterstützt haben. Dieser Dank gilt eben Euch/uns allen.

Frau Heimbach hat ihren Dankesbrief schon vor langer Zeit erhalten. So können wir ihr nunmehr nur noch wünschen, ganz langsam zur Ruhe zu kommen bei immer bester Gesundheit.

Klimaretter

Schülerinnen und Schüler des Droste-Hülshoff-Gymnasiums haben sich diesen Titel auf ihre Fahne geschrieben.

Für eine Workshop-Veranstaltung am 15. Juni 2018 wurden die unterschiedlichsten Verbände angeschrieben und um eine Beteiligung gebeten. Auch der Imkerverein Berlin-Zehlendorf und Umgebung e.V. stand auf dieser Wunschliste. Selten sagen wir Imker nein, wenn es um Öffentlichkeitsarbeit und die Aufmerksamkeit für das Thema Bienen geht. Doch Bienen und Klima, wo kann es da Verknüpfungen geben. Seit 60 Mio Jahren gibt es Bienen auf diesem Erdball. Und was hat es in dieser Zeit für Klimaveränderungen gegeben! Die Bienen haben sich stets angepasst oder haben sich rechtzeitig in Sicherheit gebracht. Das heißt, der Klimawandel, der uns allen doch viel Sorgen bereitet, scheint für die Bienen kein Thema zu sein. Und dennoch beschäftigen wir uns mit diesem Phänomen seit vielen Jahren nur eben im Rahmen einer anderen Fragestellung oder Thematisierung. Seit 1987 sammelt und veröffentlicht Günter Kißmann phänologische Daten in Berlin und veröffentlicht sie für den Berliner Imkerverband. Leider hat er das aus Altersgründen vor etwas mehr als einem Jahr eingestellt. Doch es wurden nicht nur Daten bestimmter Pflanzenkategorien zusammengetragen, sondern sie wurden in einen Zusammenhang gebracht mit den korrespondierenden Klimadaten und dem Verhalten der Honigbienen – hier in erster Linie der Nektareintrag. Und da ist er, der Zusammenhang zwischen Biene und Klima. Durch die periodischen Beobachtungen ausgewählter Pflanzen und deren Blühzeitpunkt unter Einbeziehung von Klimadaten lässt sich der Einfluss auf den Nektareintrag der Honigbienen ablesen. In erster Linie ist es aber die Phänologie, die hier die klimarelevanten Aussagen treffen kann (Abb. 1). Wenn man dann weiterhin die gesammelten Daten des Günter Kißmann und seiner Zulieferer über die letzten immerhin 30 Jahre vergleicht, kann man doch auch eine zunehmende Erwärmung des Berliner Stadtklimas auch unter Berücksichtigung der Unterschiede in den Jahren ablesen.

So haben wir die Aufgabe übernommen, einen Workshop unter diesem Gesichtspunkt zu leiten. Dabei haben wir uns aber verstärkt im Hinblick auf das städtische Mikroklima durch den BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V.) . Historische Bauten eingebettet im Grün – ein Beitrag für die Klimarettung. Namhafte Architekten wie Muthesius, Taut, Luckhardt, Pölzig u.a. haben sich schon vor über hundert Jahren nicht nur Gedanken über eine zeitgemäße bauliche Hülle sondern auch über das Gesamtensemble mit entsprechendem Stadtgrün wie auch der häufig begrünten Fassaden gemacht (Abb. 2, Villa Max Liebermann Berlin-Wannsee 1912, Architekt Otto Baumgarten, Landschaft/Garten Alfred Brodersen). Aber auch heute tätige Planer suchen mehr und mehr den Schulterschluss mit den Naturverbänden oder aber den Planern für die Außenanlagen.

Dr. Evelyn Kersten vom BUND, Abt. Südwest und Reinhardt Löwe vom Imkerverein Berlin-Zehlendorf und Umgebung e.V. haben zum oben beschriebenen Themenkreis insgesamt 4 Stunden referiert.

Dabei wurde uns in die Hände gespielt, dass die historische, als Naturdenkmal ausgewiesene Kohlhaseiche in Berlin Kohlhasenbrück am 12.März 2018 gefällt wurde. Sie wurde 145 Jahre alt. An ihr sollte man die Klimaveränderung feststellen können. Glücklicherweise wurden die Stammteile im nahe gelegenen Forst (Abb. 3) zwischengelagert, sodass mit Einverständnis der Försterei noch eine Scheibe des Baumes abgeschnitten werden konnte. Da diese Scheibe in einer effektiven Höhe von ca. 3,50 m zu finden war, kann man hier nur die Jahresringe von ca. 100 Jahren ermitteln und den Einfluss der klimatischen Veränderung versuchen zu deuten (Abb. 4, 5).

Ein weiterer Glückfall war der Hinweis von Günter Kißmann auf die Berliner Klimafibel (Abb.6). Hierin finden wir eine akribische Zahlenschau aller Wetterdaten für Berlin seit Beginn der Aufzeichnung im Jahr 1907. Die Berliner Wetterkarte e.V. ist nunmehr ansässig im kleinen Berliner Klimazentrum im Wasserturm auf dem Fichteberg in Berlin-Steglitz. Viele Graphiken sind in dieser Fibel zu finden, sodass man über die letzten 100 Jahre bis 2007 eine gute Übersicht über die Klimaveränderung finden kann (Abb. 7, aus der „Berliner Klimafibel“, 2. Auflage 2016, Autoren Berliner Wetterkarte e.V.). Das alles sieht auf den ersten Blick nicht spektakulär aus. Doch nach Aussage vom Wetterexperten Sven Plöger sind schon Abweichungen von wenigen Grad Celsius häufig mit dramatischen Wetterentgleisungen verbunden.

Hier wäre es nun dringend an der Zeit, die Zusammenhänge zwischen den phänologischen und den dokumentierten meteorologischen Daten aufzuzeigen. Im bescheidenen Rahmen wird das seit 30 Jahren vom Obmann für die Beobachtung dieser Phänomene Günter Kißmann gemacht. Obleute der Berliner Imkervereine melden zum Thema die Daten des Blühzeitpunktes und der Gewichtsveränderung im Bienenstock. Die Wetterdaten werden von den Aufzeichnungen des Deutschen Wetterdienstes in Berlin übernommen. Dies Meldeschema gehorcht einer für Europa vorgegebenen Pflanzenauswahl (Abb. 8). Mit den zusätzlich ermittelten Waagstockergebnissen lassen sich nun Rückschlüsse ableiten auf die Effektivität einzelner Pflanzen im Hinblick auf den Nektareintrag. So kann man ablesen, dass es in dieser Stadt mit einem unglaublichen Artenreichtum an Pflanzen und Gehölzen drei Hauptmassentrachten für die Honigbiene gibt( Abb. 9). Ahorn, Robinie, Linde sind die ausgemachten Blüten, die für die Insekten hier insbesondere die Honigbiene von größtem Wert sind.

Will man nun eine Rekultivierung in landwirtschaftlich genutzten Regionen anstreben, sind das die ersten Gehölze, die dem Imker als Hüter der Honigbiene und den vielen anderen Insekten als besondere Futterquelle und Energiespender zur Verfügung stehen müssen. Doch auch die trachtarme Zeit ist jeweils zu überbrücken. Daher werden von Reinhardt Löwe aus purer Neugier 100 Pflanzen im engsten Umfeld hinsichtlich des Blühzeitpunktes seit 2015 dokumentiert (Abb. 10). Es wäre ein erster Ansatz für die Neuanlage von Hecken, Parks, Randstreifen und Brachen, hier die Artenvielfalt (die Biodiversität von Fauna und Flora) wieder anzusiedeln und zu sichern. Es wäre eine dringend benötigte Alternative zur industriellen Landwirtschaft mit den Windparks und den möglichst blütenfreien Futtergrünflächen (Abb. 11).

Doch vergessen wir nicht die ganz entscheidenden Nebeneffekte. Muthesius und andere haben zwar nicht die Parks und Gärten wegen der klimatischen Beeinflussung angelegt, doch sie haben erheblich zur Verbesserung eines städtischen Mikroklimas beigetragen. Windbrechung, Bindung von Feinstäuben, Wasserregulierung in der Luft und im Boden sind heute mehr als damals von unschätzbarem Wert. Und so wird ständig um die Erhaltung von Grünflächen gekämpft. BUND und NABU sind bemüht, sich gegen Profiteure und Politiker zur Wehr zu setzen. Jede Entscheidung infrastruktureller oder baulicher Art darf nie auf Kosten der Lebensqualität der biodiversen Fauna und Flora getroffen werden. Dazu zählen eben auch die Menschen, die sich in diesem Umfeld bewegen. Gibt es auch nur das geringste Gesundheitsrisiko, gibt es verträglichere Alternativen, dann sind die schnellen Entscheidungen zu versagen und neu zu überdenken. Kein Baum, kein Strauch darf schnell und unbedacht abgeschnitten und entsorgt werden.

Aber auch im privaten Sektor kann viel für die Verbesserung des städtischen Mikroklimas getan werden. Flachdächer und Steildächer bis 45° können mit geringen Mitteln begrünt werden (Abb. 12, 13). Extensive Grünflächen sind dabei zu bevorzugen, weil sie außer einer Inspektion zur Brutzeit der Vögel (Kleine Moosflächen werden gerne als zus. Nestpolsterung genutzt.) keine besondere Pflege brauchen. Sedum sind Pflanzen in vielfältiger Ausprägung und sehr unterschiedlichem Blühzeitpunkt, es sind Sukkulenten, die lange Trockenzeiten überstehen. Diese Flächen absorbieren Stäube aller Art, sorgen für ein klimatisches Regulativ durch zus. Wärmedurchlasswiderstand und die Wasseraufnahme und –abgabe. Diese Flächen sind zudem bunt und damit Anlass, dass den Menschen eher ein Lächeln zu entlocken ist, als mit dem trockenen technischen Firlefanz, den man häufig nicht benötigt. Praktikabilität und Plausibilität sind im Rahmen von Entscheidungsfindungen häufig abhandengekommen. Vor allem die jungen Menschen können, nein, müssen lernen, das wiederzuentdecken.
Das Klima wird man nicht kurzfristig verbessern können, retten wahrscheinlich auch nicht. Doch einer Verschlechterung hinsichtlich der derzeitigen Entwicklung sollten wir uns alle gemeinsam entgegenstemmen.

Reinhardt Löwe


Abb. 1


Villa Max Liebermann Berlin-Wannsee 1912, Architekt Otto Baumgarten, Landschaft/Garten Alfred Brodersen
Abb. 2


Abb. 3


Abb. 4


Abb. 5


Abb. 6


Aus der „Berliner Klimafibel, 2.Auflg. 2016 , Autoren Berliner Wetterkarte e.V.
Abb. 7


Abb. 8


Abb. 9


Abb. 10


Abb. 11


Abb. 12


Abb. 13

20. Mai ist Weltbienentag !

Noch zum Weihnachtsfest 2017 haben die Vereinten Nationen (UN) den 20. Mai zum Weltbienentag erklärt, weil die Bienen für die Ernährung der Weltbevölkerung wichtig sind. Vor allem aber soll das Bewusstsein der Menschen dieser Welt dahingehend geweckt werden, da viele Probleme um die Honigbiene, die wilden Artgenossen und die vielen anderen Insekten verschlafen werden.

Was machen wir nun daraus? Unserem kleinen Redaktionsstab ist da nicht viel zugetragen worden. Es wäre eine Chance gewesen, der Presse mitzuteilen, dass alle Imker dieser Stadt an diesem Tage ihre kleinen Imkereien öffnen.

Was macht der D.I.B.? Er stellt Poster und Werbemittel zur Verfügung – kostenlos oder gegen Gebühr. Warum gibt es da nicht ein Angebot für ein Werbebanner für die freiwillige Anbringung an den vielen deutschen Bienenständen? Das sollte sich in Zukunft ändern. Wir haben nun noch eine Woche Zeit, um zu Pfingsten doch einigen Interessierten die Probleme um die Imkerei und die Bienen zu erklären. Wir in Zehlendorf haben da ja reichlich Übung durch unsere aktive Beteiligung an der jährlich stattfindenden Internationalen Grünen Woche.

Doch wir sollten uns auch kritisch mit den Inhalten der Newsletter des D.I.B. (Newsletter) befassen. Für den Unterzeichner reicht diese Binsenweisheit nicht, dass man sich über das Verbot von drei wichtigen Neoniks im Freiland der Agrarregionen freut. Auch dass man weitere Schritte zum Erhalt der Artenvielfalt durch die Bundesregierung erhofft. Die Artenvielfalt muss man erst einmal wieder herstellen. Die ist durch die industriell geprägte Landwirtschaft weitgehend vernichtet worden.

Aus der Sicht des Unterzeichners ist es dabei unerträglich, dass die EU oder die Bundesregierung Entschädigungen und Förderungen zu leisten hat, wenn man zurückkehren will zur biologischen Vielfalt von Pflanze und Tier. Das alles wurde doch sehenden Auges vernichtet wegen des wirtschaftlichen Vorteils. Das ist doch bitte nun nicht durch den Steuerzahler finanziell auszugleichen.

Undifferenziert wird immer von Pflanzenschutzmitteln (PSM) gesprochen. Dabei vernichten die Herbizide alles Grün und lassen keine Blüte zu. Das ist kein Pflanzenschutz nur wegen der einen Gattung, die man bequemer ernten kann. Und die Neonikotinoide, die schützen eine Pflanze nur hinsichtlich des Angriffs einiger weniger Insekten. Sie vergiften dabei aber nicht nur den einen Schädling sondern fast alle Insekten. Dabei wird der allgemeine Verzehr dieser Pflanzen doch wohl auch mit viel Risiko zu betrachten sein. Dazu schreibt der D.I.B., dass nur vitale, gesunde Bienen mit den PSM besser umgehen können. Was ist das denn für eine Empfehlung! Wir machen uns damit zu Schergen dieser industriellen landwirtschaftlichen Entwicklung. Die Giftausbringung durch „Dropleg-Düsen“ soll gefördert werden, weil die Technik angeblich die Bienen schützt. Die vernichtende Eigenschaft der Chemikalie bleibt ungebrochen bestehen. Da ist der D.I.B. auf der IGW 2018 der Meinung, dass durch diese Technik 50% weniger Bienen vernichtet werden. Das aber bleibt wohl eher im Bereich der Glaubensbekenntnisse. Unabhängige Wissenschaftler sollten hier einmal neu bilanzieren.

Wir Stadtimker kennen viele dieser Probleme glücklicherweise nicht. Nur, wer in den Raps oder andere Massenblüten auf landwirtschaftlichen Flächen wandert, muss sich damit auseinandersetzen und eben die Imker außerhalb der Städte.

Wenn wir also am 20. Mai, dem Weltbienentag, unsere Bienenstände öffnen, dann sollten wir über diese Problemfelder berichten. Und wir sollten weitergeben, dass der von unseren Bienen erzeugte Stadthonig von besonderer Qualität ist, wenn der Imker auf eine sach- und bienengerechte Bienenhaltung achtet. Das Bienensterben, das in so mancher Textzeile hervorgehoben wird, ist in der Stadt bei verantwortlicher Pflege glücklicherweise eine seltene Feststellung. Dabei sollen wir den Glauben nicht verlieren, dass wir eines Tages unseren Enkeln wieder die blühenden Landschaften wiedergegeben können, in denen alle Insekten und auch unsere Honigbiene wieder die ihnen zustehende Nahrung finden, ohne die Gefahr der Vergiftung.

Reinhardt Löwe
Imkerverein Berlin-Zehlendorf und Umgebung e.V.
10.05.2018

Peter Biastock


Es gibt Menschen, die sollten ewig leben. Ihre Zuverlässigkeit, ihre
Fürsorge für andere Menschen, ihre Hilfsbereitschaft, ihre
Freundlichkeit und ihre Herzlichkeit im Einklang des Miteinanders
sind ohnegleichen. Peter war so einer von ihnen. Doch er sollte
nur siebenundsiebzig Jahre alt werden.
Wenige Tage vor dem Osterfest 2018 verstarb völlig
unerwartet, viel zu früh

Peter Biastock

Wer ihn kannte, wer mit ihm zu tun hatte, wird ihn nie vergessen.
Wer ihn nicht kannte, sollte sich über ihn erzählen lassen. Er
war ein einmalig toller Mensch, Ehemann, Vater, Kamerad,
Freund, Kumpel und nicht zuletzt Imkerkollege.
Möge seine in den letzten Wochen wohl sehr geschundene Seele
ihre ewige Ruhe finden, gebettet auf den Blüten seines geliebten
Garten, umflogen von den vielen tausend dankbaren Seelen
seiner über viele Jahre liebevoll gepflegten Bienen.


Beisetzung am 04.05.2018 14°° Uhr
Südwestkirchhof Stahnsdorf
14532 Stahnsdorf – Bahnhofstr. 2

Es ist Zeit, das Pestizid-Karussell zu stoppen

Der Tagesspiegel 21.03.2018
Pflanzenschutz in der Landwirtschaft

Am Donnerstag treffen sich die EU-Mitgliedstaaten, um ein Verbot für das weltweit am häufigsten verwendete Pestizid zu diskutieren. Es ist die Gelegenheit, um unser ganzes Ernährungssystem zu überdenken. Ein Aufruf aus der Wissenschaft.

Dave Goulson

Die Beweise nehmen zu, dass der Pestizideinsatz in der Landwirtschaft das Bienensterben befördert.Foto: Patrick Pleul/picture alliance

Menschen brauchen Bienen. Ohne die Arbeit von heimischen Honigbienen, Wildbienen und anderen Bestäubern würde fast ein Drittel unserer Lebensmittel verschwinden. Die Bedeutung dieser Insekten für natürliche Ökosysteme und unser eigenes Überleben kann nicht überschätzt werden. Viele Regierungen behaupten, dass die Standards für den Schutz unserer Bestäuber hoch genug sind. Aber als Wissenschaftler haben wir Jahrzehnte damit verbracht, das zerbrechliche Zusammenspiel von Insekten, der Umwelt und den Pflanzen, die wir zum Überleben brauchen, zu untersuchen. Und wir sind anderer Ansicht.

Zahlreiche wilde Bestäuber gibt es immer seltener und einige Arten sind heute weltweit ausgestorben. Die Ursachen für diese Rückgänge sind komplex und schließen auch den Verlust von Lebensräumen und die Ausbreitung nicht einheimischer Krankheiten mit ein. Doch es stellt sich zunehmend heraus, dass die Belastung durch Pestizide wahrscheinlich einen wesentlichen Beitrag dazu beiträgt. Insbesondere deutet eine immer größer werdende Anzahl von Forschungsarbeiten zu Neonicotinoid-Insektiziden darauf hin, dass diese eine Reihe schädlicher Wirkungen auf Bienen haben: Sie töten diese direkt, beeinträchtigen ihre Navigation, verringern ihre Fruchtbarkeit und unterdrücken ihr Immunsystem.

Pesitzid-Verbot hat keine messbaren Auswirkungen auf Ernteerträge

Aufgrund der zunehmenden Beweise, die Neonicotinoide mit dem Rückgang von Bienen in Verbindung bringen, hatte die Europäische Kommission 2012 eine Überprüfung der wissenschaftlichen Erkenntnisse in Auftrag gegeben. Diese wurde im Januar 2013 veröffentlicht und kam zu dem Schluss, dass die drei am häufigsten verwendeten Neonicotinoide (Imidacloprid, Thiamethoxam und Clothianidin) ein “unannehmbares Risiko” für Bienen darstellen. Daher schlug die Europäische Kommission ein Verbot für die Verwendung dieser drei Stoffe bei blühenden Pflanzen, die von Bienen besucht werden, vor. Trotz heftiger Lobbyarbeit der Pestizidindustrie, die große Ernteverluste voraussagte, trat dieses Teilverbot im Dezember 2013 in Kraft. Auf europäischer Ebene scheint das Verbot keine messbaren Auswirkungen auf die Ernteerträge gehabt zu haben.
Seither häufen sich weitere Beweise für das Risiko, das diese Pestizide für Bienen darstellen. Ein neuer, belastender Bericht der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (European Food Safety Agency, EFSA) hat gerade noch einmal bestätigt, dass fast alle derzeitigen Anwendungen von Neonicotinoid-Insektiziden ernsthafte Risiken für Bienen darstellen.

Pestizide richten nachhaltig Schäden an und kontaminieren Folgekulturen

Zwei Jahre lang wurden mehr als 1.500 Studien aus der ganzen Welt untersucht. Und eine detaillierten Auswertung von 588 wissenschaftlichen Experimenten aus der wissenschaftlichen Literatur wurde mit einem breiteren Rahmen durchgeführt. Dann wurden im vergangenen Monat die Resultate veröffentlicht, die den Schaden durch Neonicotinoide sowohl bei wilden als auch bei domestizierten Bienen bestätigten. Diese Erkenntnisse stehen im Einklang mit einer Reihe anderer Studien zu diesem Thema, die im letzten Jahr von unabhängigen Wissenschaftlern veröffentlicht wurden, sowie dem im 2015 erschienenen Bericht des “European Academy of Science Advisory Council” – einem Zusammenschluss nationaler Wissenschaftsakademien von Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Es ist klar geworden, dass Neonicotinoide nicht nur dann ein Risiko für Bienen darstellen, wenn diese an blühenden Pflanzen verwendet werden; sie bleiben lange nachdem die behandelte Pflanze verschwunden ist im Boden und kontaminieren Folgekulturen sowie Wildblumen an den Feldrändern.

Neue Chemikalien bringen neue Probleme

Dieser Bericht bestärkt sicherlich die Notwendigkeit weiterer Restriktionen für den Einsatz von Neonicotinoiden in ganz Europa – und darüber hinaus. Die EU-Mitgliedstaaten, die USA und Kanada, die alle den Umgang mit diesen Pestiziden überdenken, stehen nun in der Verantwortung, diese Chemikalien weiter einzuschränken. Außerdem würden wir argumentieren, dass auch ein grundlegendes Umdenken in der Landwirtschaft notwendig ist. Seit 60 Jahren fahren wir auf einem Pestizid-Karussell: Aufeinanderfolgende Generationen von Pestiziden werden herausgegeben – und ein oder zwei Jahrzehnte später wieder verboten, wenn der von ihnen verursachte Umweltschaden deutlich wird. Jedes Mal werden die Pestizide dann durch neue ersetzt, und jede neue Gruppe von Chemikalien bringt wiederum neue und unerwartete Probleme mit sich. In Anbetracht unserer Intelligenz ist es bemerkenswert, dass wir Menschen immer wieder den gleichen Fehler machen.

Unterzeichner: Prof. Dave Goulson, School of Life Sciences, University of Sussex, Prof. Dr. Randolf Menzel, Department Biologie, Freie Universität Berlin, Dr. Cristina Botías, Departamento de Ecología Integrativa, Estación Biológica de Doñana, Dr. Christopher N Connolly, Associate Director of CECHR, School of Medicine, University of Dundee, Prof. Dr. J. Wolfgang Wägele, Director, Zoologisches Forschungsmuseum, Alexander König, Leibniz-Institut für Biodiversität der Tiere, Jeroen P. van der Sluijs, Copernicus Institute for Sustainable Development, Utrecht University and University of Bergen, Prof. Hans de Kroon, Professor of Plant Ecology and Director Institute for Water and Wetland Research, Radboud University Nijmegen, Prof. Rien Aerst, Vrije Universiteit Amsterdam, Frank Berendse, hoogleraar natuurbeheer en plantenecologie Wageningen University, Prof. Dr. Paul Struik, hoogleraar Gewasfysiologie, Wageningen University

Insektengifte Bienen und Hummeln harren ihrer Rettung

Heike Jahberg
Hannes Soltau

Macht uns Bayer sprachlos, machtlos oder schlaflos?

Sollen Pestizide in Europa zugelassen werden oder nicht? Welche sollen zugelassen werden?

Die EFSA (wissenschaftliche Kommission der EU) hat bereits 3 Bienen-schädliche Neonikotinoide erkannt und den Einsatz aufgrund der hohen Toxizität als schädlich bezeichnet sowie empfohlen, den Einsatz zu verbieten. In der 12. Woche 2018 sollten die EU-Gremien über das weitere Verbot entscheiden. Zudem waren Sitzungen des „Ständigen Ausschusses für Phytopharmaka“ für den 23./24.03.2018 vorbereitet. Naturprodukte als Alternativen zur chemischen Behandlung waren angedacht. Da aber war wie immer der in Kürze wohl weltweit größte Chemiekonzern wach und legte eine „wissenschaftliche“ Bayer-Publikation passend zum 22.03.2018 vor. Manion et al Curr. Biol Thiacloprid

Eine erste Stellungnahme von Prof. Randolf Menzel aus dem Mail-Verkehr mit Prof. Klaus Wenzel fügen wir zur Verdeutlichung hier ein. Menzel, Stellungnahme

Doch es ist eben wieder eine Mogelpackung. Oder wie sagt Dr. Anton Safer: eine Entlastungsstrategie. Es wird nicht differenziert die Wirkung der Neonikotinoide ausgewiesen auf die Immunabwehr, das Navigationsvermögen, die Lern- und Merkfähigkeit, den Geruchssinn und die Fortpflanzungsfähigkeit z.B. der Honigbiene. Doch die Bienen trifft es eben leider nicht alleine. Alle Insekten, Spinnen und dgl. sind betroffen.

Honigbienen und z.T. auch Wildbienen neben vielen anderen Insekten kann man in die Städte retten.

Auch wird nicht eingegangen auf die umfassende Vernichtung bzw. Vertreibung aller Bestäuber, sonstiger Insekten, der Kleinlebewesen zu Wasser und zu Land bis hin zu den Vögeln. Es wird nicht eingegangen auf die zunehmende Belastung der Böden, der Gewässer und der Lebensmittel und damit auch auf den möglichen negativen Einfluss auf die Gesundheit der Menschen.

Was hier vorgelegt wurde als aktuelle Studie, ist keine umfassende Behandlung des Problems der Schädigung von Lebewesen. Es ist für einen Imker, den Pfleger dieser Spezies Biene, völlig unerklärlich, dass ein Konzern mit völlig unzureichenden Ergebnissen diese umfassenden Problemfelder um die Neonikotinoide und die vielen anderen Pestizide ausbremsen kann. Warum wird nicht einmal gesagt: Bitte hinten anstellen! Die vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse und Arbeitsergebnisse unabhängiger Wissenschaftler werden so in keiner Weise widerlegt. Sie werden aber leider auch nicht gewürdigt.

Die Entscheidung der EU-Gremien ist erst einmal wieder vertagt.

Doch das „Weiter so“ ist überhaupt nicht zu rechtfertigen.

Am 19.03.2018 hat sich nun auch Herr Maske vom D.I.B. zu Wort gemeldet mit der Forderung eines Verbots der Neonikotinoide. Pressetext_Neonikotinoide_19_03_2018 Das ist doch immerhin ein erster Einstieg in den Kampf für den Schutz der Bestäuber.

Da gab es dann nun auch nach zwei Jahren Einarbeitungszeit den „Erster Bienenschutztag “ in Braunschweig, veranstaltet vom Bieneninstitut des JKI. Da hat man sich gut dargestellt am 01.03.2018. Man hat unter anderem auch die Absicht verkündet, Pflanzenschutzmittel zu bewerten. Doch längst nicht alle Pestizide schützen die Pflanze wirklich. Man möchte auch durch neutrale Drittmittel unterstützt werden. Dabei ist das JKI eine Bundesbehörde des BMEL. Wieso braucht man da noch Drittmittel?

Die Bedeutung des Instituts wäre sehr groß, wenn es denn zu Ergebnissen bei der Arbeit der 27 Angestellten kommen würde.

Informationen zu Bienenvergiftungsfällen hat das JKI auch ohne das Spezialinstitut schon vor Jahren und unter gleicher Leitung erarbeitet. Wir werden sehen, wie sich dieses Institut entwickelt, wenn es Stellung nehmen muss zu den Traktaten der chemischen Industrie. Das Klopfen auf eigene Schultern sollte erst nach guten Ergebnissen folgen und nach dem Beweis neutralen Handelns.

Den volkswirtschaftlichen Nutzen von Bienen hat derweil die Universität Hohenheim im Rahmen des „Bundesprogramm Ökologischer Landbau und anderer Formen nachhaltiger Landwirtschaft – BÖLN “ – erarbeitet.

Das ist im Prinzip nichts Neues. Doch es werden nunmehr differenzierte Werte veröffentlicht, die selbst einen Politiker, dem eher die Wirtschaft und die Ökonomie eines Landes und der Landwirtschaft am Herzen liegt, dennoch interessieren dürfte. Dabei ist bei der Erarbeitung der Studie aufgefallen, dass die positive Entwicklung der Imkereien eher in der Nähe von städtischen Ansiedlungen stattfindet. Doch es wird wohl noch lange dauern, bis man merkt, warum das so ist. Bayer & Co wird dann wieder einen adäquaten Verursacher ausmachen, da die hauseigenen Forschungsergebnisse immer wieder den völlig gefahrlosen Einsatz des chemischen Cocktails beweisen.

Doch es gibt für die Chemieriesen natürlich einen Ausweg, wie im Pressebericht „FÖL Fördergemeinschaft Ökologischer Landbau Berlin-Brandenburg e.V.“ zu lesen ist.

Bayer & Co könnten demnach also ihre Gifte außerhalb der EU in das Saatgut einbauen und über Polen legal einführen.

Völlig unverständlich ist dabei, wie das möglich sein kann, zumal die Verantwortlichen wie jeder Bürger unseres Landes doch auch auf eine gesunde und einwandfreie Ernährung angewiesen sind.

Den Unterzeichner dieses Betrags hat diese Entwicklung zwar nicht sprachlos, schon gar nicht wortlos aber doch zeitweise schlaflos gemacht. So sind auch die Imkerkollegen – weiblich wie männlich – dieser oder einer anderen Stadt eher nicht die Zielgruppe für diese Problemfelder. Doch die Werbeabhängigkeiten der großen Medien vor allem im Printmedienbereich lassen leider nur selten objektive Stellungnahme zu diesen Problemen zu. So ist nun wieder der Zwerg www.ivbzuuev.de) gefragt.

Dabei soll nicht unerwähnt bleiben, welchen mutigen Artikel zum Stop des Pestizidkarussells der Tagesspiegel am 21.03.2018 mit den Autoren Goulson, Menzel u.a. veröffentlicht hat. Es ist Zeit, das Pestizid-Karussell zu stoppen

Man kann nur hoffen, dass diese, unsere Leser dies alles weitertragen an die Nachbarn, Freunde, an einige Politiker und möglicherweise auch an die Landwirte. Es muss doch allen klar zu machen sein, wie wir uns schaden, wenn wir zulassen, dass die Artenvielfalt, die Biodiversität vernichtet wird. Und es beginnt eben bei den Bestäubern, die zunächst die landwirtschaftlich genutzten Regionen stadtwärts verlassen, weil ihnen das Futter genommen wurde. Suchen sie dann immer noch nach einer letzten tapferen Blüte, wird ihnen nach dem Leben getrachtet.

Warum haben die Wirtschaftsmächtigen keinen Zugang mehr zur lebenserhaltenden Logik?

Reinhardt Löwe
27.03.2018

Bienendichte

Welcher Politiker kennt dieses Wort?

Imker unterscheiden sich von anderen Menschen durch ihre Ausdauer, in der Regel durch Zuverlässigkeit, vor allem aber durch die unerschöpfliche Neugierde.

Und wenn der Deutsche Imkerbund e.V. (D.I.B.) – diesmal etwas früher als sonst, nämlich schon zur Internationalen Grünen Woche 2018 in Berlin – auf seiner immer prägnanten gelben Deutschlandkarte die Imkerzahlen und die der Bienenvölker des Vorjahres präsentiert, dann scheint doch die Welt immer in Ordnung zu sein.

Bild 1 Angabe der Imker und Bienenvölker / Landesverband und Zusammenstellung der Großstädte, die gesondert zu berücksichtigen wären

Ist die Bienenwelt wirklich in Ordnung? Da wird immer wieder beteuert, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Doch wer hinterfragt einmal diese Zahlen? Sind sie redlich? Sind sie ausreichend für die Bestäuberversorgung in diesem Land? Wie verteilen sich die Bestäuber und die Honigbienen in diesem Land?

Seit einigen Jahren hat sich der Verfasser dieser Zeilen die Mühe gemacht, diese Zahlen einmal aufzugliedern und an die Flächen der Bundesländer, so gut es eben geht, anzupassen. Es ist schwierig, weil die Flächen der Landesverbände sich nicht immer mit den Flächen der Bundesländer decken. Nur Letztere sind weitgehend definiert. Damit ergeben sich automatisch kleine Rechenfehler, die jeder dem Lehrerberuf zugetaner Mensch sofort akribisch entdecken und möglicherweise auch errechnen kann. Doch es macht sich sonst niemand die Mühe, die Wertigkeit der Deutschlandkarte des D.I.B. einmal auf den Prüfstand zu stellen. So ergibt sich denn eine Liste mit einem unglaublichen Zahlenkonvolut.

Bild 2 Entwicklung der Imker- und der Bienenvölkerzahlen in den Bundesländern

Doch sieht man dann etwas genauer hin, wird man viele Dinge ablesen können.
Zunächst einmal soll Erfreuliches berichtet werden.

Die Entwicklung der Imkerei und der Anzahl der Bienenvölker hat sich in den letzten zwei Jahren insgesamt verbessert.

Doch dann schauen wir noch genauer hin. Wie sieht sie denn aus, die Entwicklung in den mehrheitlich landwirtschaftlich genutzten Regionen? Da kommt eine Gesundung leider nur sehr mühsam in Gang oder eben gar nicht. 3 Bienenvölker / km² sollte es als Minimum geben, um die Blütenversorgung und Fruchtentwicklung einigermaßen sicherzustellen. Das erreichen wir als Deutschland-weiten Durchschnittswert – immerhin. Das aber ist Augenwischerei. Entnehmen wir wieder einmal nur die deutschen Millionenstädte aus der Wertung, ist nicht einmal eine positive Entwicklung festzustellen. Und die Flächenländer der Landwirtschaft sie sind mit weniger als einem Bienenvolk/km² häufig unterversorgt. Dafür aber erfahren die großen Städte eine unglaubliche Entwicklung. Hier soll einmal nicht nach den Ursachen gefragt werden, wenngleich das leicht zu beantworten wäre. Die Großstädte entwickeln sich zur Arche für Bienen und auch für die vielen anderen Bestäuber, die man hier noch vielfach findet. Schaut man aber etwas genauer hin, wird man auch die Modeerscheinung einer wenig verantwortlichen Bienenhaltung erkennen. Da muss nun niemand aufschreien. Aber es macht sicherlich keinen weder ökonomischen noch ökologischen Sinn, Bienen auf dem Berliner Dom zu pflegen. Für die öffentliche Aufmerksamkeit war es gut. Nun aber muss man sich wieder auf die Verantwortung für Biene und Mensch besinnen.

Und da fragt man doch sofort, wie sich denn die Entwicklung der Bienenhaltung in einer Stadt wie Berlin so entwickelt hat. Man kann vorwegnehmen, dass diese Entwicklung unglaublich ist. Von einer Bienendichte 3,12 im Jahr 2001 registrieren wir im Dezember 2017 eine Bienendichte von 7,94 Bienenvölker/km². Doch stimmt diese Zahl? Sie stimmt eben nur nach den Mitgliedsmerkmalen des D.I.B.

Bild 3 Entwicklung der Imker- und der Bienenvölkerzahlen in Berlin und Umgebung

Dieser Ausschnitt macht deutlich, mit welchen Problemen die Imkerei in Deutschland zu kämpfen hat. Nimmt man nicht im D.I.B. organisierte Imkerverbände und ungemeldete Vereine als Schätzung mit hinzu, ergeben sich völlig andere Werte. Dem Verfasser ist nicht bekannt, dass es hier eine seriöse Erfassung aller Imker und deren Bienenvölker in dieser und Umgebung gibt. Die Mehrung beruht daher auf Schätzungen, die aber doch eben so beobachtet wurden. Danach entwickelt sich die Bienendichte in dieser Stadt im saisonalen Standardbereich von 7,94 auf 10,07 Bienenvölker/km². In Mecklenburg-Vorpommern sind es 0,78 und in Brandenburg 0,88 – 1,1 unter Berücksichtigung anderer Verbände. Wirft man weiter die Beobachtungen zur Zeit der Robinien- und Lindenblüte mit in die Waagschale und bewertet die Wanderung nach Berlin in dieser Zeit mit 20%, dann kommt man auf eine saisonale Bienendichte von ca. 21,42 Bienenvölker/km².

„Welch ein Erfolg“ könnte der D.I.B. vermelden! Doch eben dieser Aufschwung birgt auch Gefahren. Damit nicht der Verdacht des Futterneids aufkommt, sollte man festhalten, dass diese Stadt auch für noch viel mehr Insekten Nektar- und Pollenreserven zur Verfügung hält. 440.000 Straßenbäume, viele Parkanlagen, Kleingartenkolonien, Privatgärten und nicht zuletzt der Grunewald mit seinen 22,3 km² – weitgehend als Mischwald – stellen ein Schlaraffenland für alle Insekten, Vögel, Amphibien und anderes Kleingetier dar. Die Gefahr aber liegt in der Möglichkeit der Verbreitung von Krankheiten und Parasiten und das in jede Richtung. Es bleibt in dem Zusammenhang verborgen, wie sich die Veterinärämter mit diesem Problem auseinandersetzen. Der Versuch, zu erfahren, wie die Veterinäre in dieser Stadt miteinander vernetzt sind, ist erbärmlich fehlgeschlagen. Für Berlin gibt es z.B. keine gültigen Aussagen zum Stand der Sperrbezirke für die AFB. Glaubt man öffentlichen Registern, dann hat es die AFB in Berlin in den vergangenen Jahren nicht gegeben. Das aber ist einfach falsch.

Wie also kann man Bienen bei einer solchen Dichte schützen? Wie ist die Verständigung zwischen den Stadtteilämtern organisiert? Wie ist die Leitung des Landesverbandes eingebunden? Wer organisiert die Aufstellung der „Wandervölker“? Erfolgt eine Kontrolle der Völker trotz des vorliegenden Gesundheitszeugnisses?

Viele Fragen beunruhigen sowohl den sesshaften wie auch den wandernden Imker in der Stadt und auch den, der von außerhalb kommt, wenn ihm denn bewusst ist, wie dicht die Bienen in dieser Stadt zusammensitzen bzw. –fliegen. Unabhängig von der Gefahr der Krankheits- und Parasitenübertragung wird dadurch auch die Pflege eigener, sauberer Bienenrassen immer schwieriger. Die Carnica, in Berlin mehrheitlich bevorzugt, soll besonders sanftmütig und leistungsstark sein. Das aber sagen auch die Buckfastimker von der Biene, die Bruder Adam mit so viel Hingabe entwickelt hat. Man ist auch geneigt eben das zu glauben, wenn man die Berichte der Buckfast-Zuchtgruppe im „Der Buckfastimker“ verfolgt. Da wünscht man sich insgeheim, dass auch die eigenen Verbände mit der gleichen Hingabe und Sorgfalt sich um die Pflege der Bienen kümmern. Das aber ist alles gefährdet bei einer Bienendichte von 21,42 Bienenvölkern/km². Es scheint daher dringend geboten, eine Organisation und ein Regulativ für die vielen Bienenstandorte bei dieser Bienendichte zu schaffen. Ernähren kann man sie alle. Doch man muss auch alles dafür tun, damit jeder Imker seine gesunden Bienen ohne Verluste bei verantwortlicher Pflege über den Winter bringt.

Reinhardt Löwe
Imkerverein Berlin-Zehlendorf und Umgebung e.V.
06.03.2018

Kontrolle der Giftschränke

Niemals sollten die Fragen beantwortet werden, ob das Sterben der Insekten mit den landwirtschaftlich verabreichten Cocktails aus den Giftküchen der Chemieriesen im Zusammenhang zu sehen ist, oder ob diese Zugaben gar für den Menschlichen Organismus eine Gefahr darstellen. Das wollten die Konzerne doch immer vermeiden, mit dem „na ja, denn macht mal so weiter“ der Politik.
Doch das unbändige Drängen besorgter Bürger um die Naturschutzverbände und vor allem die Hartnäckigkeit der TFSP, der Task Force on Systemic Pesticides, haben die Diskussion um die Sorge für das Wohlergehen für Tier, Mensch und schließlich die Biodiversität nicht ruhen lassen. Und es scheint erfolgreich zu sein, dies stete Drängen nach Anerkennung neutral gefundener wissenschaftlicher Erkenntnisse. EFSA (wissenschaftlicher Beirat der EU) und TFSP haben nun jüngst ein Bündel an fundierten Untersuchungen auf den Tisch gelegt, das selbst Politiker möglicherweise zum Umdenken bewegen wird. Die Chance ist groß, da man zur Zeit dabei ist, das Umdenken zu lernen.

Doch wer steckt hinter dieser Task Force?

2009 haben sich Entomologen, Ornithologen und andere diese Bereiche tangierende Wissenschaftler zu einem Gedankenaustausch zusammengefunden. Der Grund war die Feststellung eines unglaublichen Rückgangs von Insekten. Es wurden Studien von unabhängigen Institutionen initiiert. Und es bestätigte sich die Vermutung, dass das Sterben oder zumindest die Verringerung der Insekten und Bestäuber im Zusammenhang stand mit der neuen Generation an Pestiziden. Die in den 90ger Jahren eingeführten systemischen Pestizide und neurotoxischen Neonikotinoide und auch das Fipronil könnten die Ursache sein. Es gab derart viele Indizien, die diesen Verdacht erhärteten, sodass man sich entschloss, eine Task Force, d.h. eine internationale Arbeitsgruppe unabhängiger Wissenschaftler zusammenzurufen. Seit 2012 hat diese Gruppe in verstärktem Ausmaß auf sich aufmerksam gemacht und alle Erkenntnisse zu diesem Themenkreis immer wieder der Öffentlichkeit und vor allem den politischen Entscheidungsträgern zugänglich gemacht. Doch die Chemiekonzerne kauften optisch seriöse Gegengutachten ein. Es stand ein gewaltiger Wirtschaftsfaktor im Raum. Da wurde zunächst die Bedeutung der Gesundheit von Tier und Mensch für vertretbar unbedeutend erklärt. Nun aber sind Papiere veröffentlicht, die eine derartige wissenschaftliche Breite und bewiesene Tiefe haben, dass selbst die EFSA als Kontrollgremium die ersten Pestizide als für den Menschen gesundheitlich bedenklich eingestuft hat. Dem interessierten Leser – das sind wohl alle, die diese Seite durchsuchen – geben wir diese neuen Dokumente als Link in den Anhang.

www.efsa.europa.eu/de/press/news/180228
www.tfsp.info/de/resources/
https://link.springer.com/article/10.1007
https://link.springer.com/article/10.1007/s11356-017-1052-5

Es wird nachgewiesen, dass der Landwirtschaft kein nennenswerter Schaden entsteht, wenn sie den Giftschrank verschlossen hält, zumindest aber doch sehr behutsam damit umgeht. Wir sollten nicht nachlassen, dies Dilemma weiter zu verfolgen. Und wir sollten vor allem die Hoffnung nicht aufgeben, dass die Biodiversität auch auf den einen oder anderen Acker zurückkehrt, sodass dann auch Imker die Honigbienen wieder frei fliegen lassen können, mit der Zuversicht einer lohnenden Honigernte frei von Pestiziden.

Reinhardt Löwe
Imkerverein Berlin-Zehlendorf und Umgebung e.V.
28.02.2018

Zufällig Heilmittel gegen Bienenfeind Varroa-Milbe entdeckt

Lithiumchlorid verfüttert

Quelle: www.forschung-und-wissen.de//nachrichten/umwelt/zufaellig-heilmittel-gegen-bienenfeind-varroa-milbe-entdeckt-13372512
Von: Dennis L.
10. Februar 2018 » 10:50 Uhr

Stuttgart (Deutschland). Forschern der Universität Hohenheim könnte durch Zufall ein langerwarteter Durchbruch im Kampf gegen das Bienensterben gelungen sein. Die deutschen Forscher haben entdeckt, dass Lithiumchlorid möglicherweise ein Heilmittel sein kann, das ganze Bienenvölker vor der gefährlichen Varroa-Milbe schützen kann. Laut den Wissenschaftler kann Lithiumchlorid während der normalen Fütterung verabreicht werden. Die Kosten und der Arbeitsaufwand für den Einsatz neuen Medikaments sind damit sehr gering.

Die Studie wurde im renommierten Magazin Nature veröffentlicht. Bisher konnten die Forscher keine bedeutenden Nebenwirkungen beim Einsatz des Medikaments auf die Bienen, Imker und Verbraucher feststellen. Der untersuchte Honig wies keine Ablagerung des Lithiumchlorids auf. Es spricht also alles dafür, dass das in der Natur reichlich vorkommende Mittel bald im größeren Stil eingesetzt werden kann.
Erfolg stellt sich schnell ein

Rosenkranz, Leiter der Landesanstalt für Bienenkunde erklärte, dass „Lithiumchlorid Bienen in Zuckerwasser aufgelöst verfüttern werden kann. Bei unseren Versuchen haben bereits geringe Mengen der Lösung ausgereicht, um innerhalb weniger Tage die auf den Bienen aufsitzenden Milben abzutöten – ohne Nebenwirkungen für die Bienen“.

Das Leichtmetall Lithiumchlorid kommt in großen Mengen in der Natur vor. Weltweit werden die Vorräte auf über 40 Millionen Tonnen beziffert. Es kommt als Lithiumchlorid-Salz in Salzlaugen, Salzseen und Heilquellen vor. Bisher wird das Salz vor allen als Trocknungsmittel und Enteiserlösung eingesetzt. In der Medizin wird es aber auch seit Mitte des 20. Jahrhunderts zur Behandlung depressiver Menschen eingesetzt.

Die Forscher arbeiten nun daran die optimale Dosierung festzustellen, bevor der Wirkstoff als Medikament auf den freien Markt kommen kann. Durch eine möglichst niedrige Dosierung soll erreicht werden, dass Nebenwirkungen auf Bienen und Konsumenten des Honigs so klein wie möglich ausfallen. Die Forscher verhandeln bereits mit Unternehmen, die die Entwicklung weiterführen wollen.
Zufällig Entdeckung nach zwei Jahren Forschung

Die Wissenschaftler verfolgten eigentlich einen wesentlich komplexeren Ansatz zur Bekämpfung der Varroa-Milbe, bei dem Gene der Milbe ausgeschaltet werden sollten. Dazu sollten den Bienen RNA-Bruchstücke (Ribonukleinsäure) verabreicht werden, die die Milben dann durch das Blut der Bienen aufnehmen. Die aufgenommene Ribonukleinsäure zerstört dann in der Milbe zum Leben notwendige Gene. Bei Kontrollexperimenten stellen die Forscher fest, dass die Milben auch bei der Verwendung unspezifischen RNA-Bruchstücken getötet wurden.

Später bemerkten die Forscher, dass nicht die RNA-Bruchstücken sondern das Lithiumchlorid für den Tod der Milben verantwortlich war. Während der Experimente haben die Wissenschaftler Lithiumchlorid eingesetzt, um die RNA-Bruchstücke zu isolieren bevor sie den Bienen verabreicht wurden.

Anton Safer schrieb am 02.Februar 2018:
auf Youtube findet man manchmal auch Vernünftiges,
so zum Beispiel diesen Bericht zur Eignung von Lithiumchlorid für die Varroabehandlung: Lithiumchlorid – ein neues Varroamittel?
Wegen der Bruttoxizität von LiCl wird vor dessen unbedachtem Einsatz gewarnt!!!!!